Seniorengerechtes Badezimmer

Seniorengerechter Umbau von der Wanne zur Dusche

Wer mobil und beweglich ist, hat in einem seioniorengerechten Badezimmern keine Probleme mit dem Aus- und Einsteigen in die Badewanne. Doch mit zunehmendem Alter kann der hohe Wannenrand zum Hindernis werden – und damit eine wichtige Möglichkeit zur Körperpflege entfallen. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Wanne zur Dusche umzubauen. Mit ein paar einfachen Methoden wird das Bad seniorengerecht und barrierefrei gemacht.

Barrierefreier Badumbau – wenig Aufwand mit großer Wirkung

Da die Nachfrage nach barrierefreien Badezimmern für Senioren bzw. Pflegebedürftigen stetig steigt, haben sich inzwischen einige Firmen ganz auf den Umbau spezialisiert. Die Umbauarbeiten sind meist innerhalb eines Tages erledigt, und die daraus entstehenden Vorteile erleichtern den Alltag ungemein. So kann die Wohnung auch kurzfristig an neue Lebensumstände angepasst werden, falls unerwartet ein Pflegefall eintritt. Auch ältere Personen, die mit einer längeren Baustelle in den eigenen vier Wänden überfordert wären, profitieren von einer schnellen Lösung.

Etwa acht Stunden dauert die Umwandlung von der Wanne zur Dusche. In der Regel wird der anfallende Bauschutt vom Unternehmen gleich mitentsorgt. Auch eine Endreinigung der Räumlichkeiten ist inklusive, sodass das Bad bereits am nächsten Tag wieder voll einsatzbereit ist.

Ein barrierefreies Bad muss dabei nicht unbedingt nach Pflegeheim aussehen, denn es gibt eine große Auswahl an schicken Duschwänden und -accessoires. Die modernen Duschwannen sind so konzipiert, dass die Reinigung leicht von der Hand geht. Meist bestehen Boden und Rückwand aus einem Teil, deshalb kann sich dort kein Schimmel festsetzen. Beim Einbau wird außerdem darauf geachtet, dass alles dicht verfugt wird.

Wie funktioniert der Umbau?

Um die genauen Wünsche zu ermitteln, kommt ein Fachmann auf einen ersten Beratungstermin vorbei. Dabei nimmt er die Beschaffenheit des Badezimmers unter die Lupe und ermittelt die Abmessungen und baulichen Voraussetzungen. Daraus fertigt er einen Kostenvoranschlag und informiert über die Möglichkeiten des Umbaus.

Wenn im Bad bisher nur eine Badewanne vorhanden ist, lässt sich der Wannenbereich recht einfach in eine Duschecke umändern. Dazu wird lediglich die Wanne entfernt und stattdessen über dieselbe Fläche eine Duschwanne eingesetzt. Vielleicht müssen Rohre verlegt oder montiert werden, auch das wird direkt vom Fachmann erledigt. Die alten Fliesen an Wand und Boden bleiben bestehen, wodurch sich beim Umbau Schmutz und Lärm in Grenzen halten.

Je nach Bedarf und Beschaffenheit des Badezimmers wird zusätzlich eine Duschwand mit Schiebe- oder Flügeltür eingebaut. Somit können Senioren problemlos ein- und aussteigen und sogar mit dem Rollator oder einem Hocker unter die Dusche gehen. Auf Wunsch werden sogar ein fester Duschsitz und Haltegriffe eingebaut.

Ist jedes Bad für den Umbau geeignet?

Die meisten Bäder lassen sich problemlos in eine barrierefreie Duschoase ummodeln. Nur in wenigen Fällen, beispielsweise in Altbauwohnungen, kann es sein, dass der Umbau umfangreicher ausfällt und einer gesonderten Genehmigung bedarf. Bei einem ersten Besichtigungstermin kann der Fachmann feststellen, inwiefern weitere Maßnahmen nötig sind. Wer zur Miete wohnt, braucht vor dem Umbau die Zustimmung des Vermieters. Gegebenenfalls übernimmt er sogar einen Teil der Kosten.

Wie hoch sind die Kosten für den Umbau?

Im Vergleich zu einer kompletten Renovierung des Badezimmers ist der Wanne-zu-Dusche-Umbau recht günstig. Je nach Anbieter, Beschaffenheit des Bades und Sonderwünschen variieren die Kosten zwischen ca. 2.000 und 6.000 Euro.

Die Erstattung der Ausgaben kann jedoch bei der Pflegekasse beantragt werden. Bis zu 4.000 Euro zahlen die Kassen, wenn der Umbau die häusliche Pflege ermöglicht oder eine eigenständige Lebensführung erleichtert. Voraussetzung dafür ist der Nachweis eines Pflegegrads (1 bis 5).

Außerdem gibt es Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum altersgerechten Ausbau der Wohnung oder des Hauses, die in Anspruch genommen werden können. Hilfsmittel wie Handgriffe oder ein Duschsitz werden unter Umständen von der Krankenkasse übernommen, hier lohnt sich ebenfalls der Antrag auf finanzielle Unterstützung.

Badewanneneinstieg – die günstige Alternative

Eine weitere, wesentlich kostengünstigere Alternative zum Komplettumbau ist das Anbringen eines Badewanneneinstiegs. Hierbei wird die bereits vorhandene Badewanne so umgebaut, dass an einem Bereich der Rand entfernt und ein niedriger Einstieg ermöglicht wird. Nützlich ist dabei das Anbringen einer wasserdichten Wannentür, die den tiefergelegten Einstieg dicht verschließt. So kann die Wanne auch weiterhin bei Bedarf zum Baden genutzt werden.
Allerdings wird nur das Betreten der Wanne erleichtert, wesentlich komfortabler – vor allem mit Gehhilfe – ist natürlich der komplette Wanne-zu-Dusche-Umbau.

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